Kurzinformation:
Wuchs: Ein wahrer Gigant unter den Bäumen, der über 50 Meter hoch werden kann.
Nadeln: Grün, vierkantig und rundherum allseitig vom Zweig abstehend. Sie sind ziemlich spitz. (Merkspruch: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht!“)
Blüten: Blüht im Mai. Sie ist einhäusig (Mädchen- und Jungs-Blüten wachsen am selben Baum). Die männlichen Blüten sind orangegelb und 2–3 cm lang, die weiblichen leuchten rot.
Zapfen: Reife Zapfen werden 10–15 cm lang, hängen nach unten und fallen schliesslich als Ganzes zu Boden. Die Samen darin haben kleine Flügel.
Rinde: Rotbraun (daher der Name Rottanne) oder grau und schuppig.
Lieblingsort: Schattige Plätze im Wald. Sie mag mässig feuchte und eher saure Böden.
Schon gewusst?
Die Gewöhnliche Fichte gehört zur Familie der Kieferngewächse. Obwohl bei uns in der Schweiz fast jeder „Rottanne“ zu ihr sagt, ist sie botanisch gesehen eine Fichte. Ihr Holz ist der absolute Allrounder im Alltag: Weil der Baum so schnell und schnurgerade nach oben wächst, bauen wir daraus Häuser, Möbel, Musikinstrumente und sogar Papier.
Die Fichte hat ausserdem ein eingebautes Barometer in ihren hängenden Zapfen: Wenn es draussen trocken und warm ist, öffnen sich die Schuppen weit. So können die kleinen, geflügelten Samen perfekt wie winzige Hubschrauber mit dem Wind davongeblasen werden. Sobald es aber regnet oder die Luft feucht wird, schliessen sich die Schuppen blitzschnell wieder. Damit schützt der Baum seine Samen vor dem Verfaulen, bevor sie überhaupt den Boden berührt haben.
