Kurzinformation:
Schon gewusst?
Lass dich vom Namen nicht täuschen: Die Hainbuche ist gar keine echte Buche, sondern gehört botanisch gesehen zu den Birkengewächsen! Das sieht man auch gut an ihren hängenden Blütenkätzchen. Ihr Holz ist so unfassbar dicht und schwer, dass man es früher oft „Eisenholz“ nannte. Da es extrem zäh ist und kaum splittert, fertigte man daraus extrem beanspruchte Dinge wie Werkzeuggriffe, schwere Hackblöcke für Metzger oder sogar die Zahnräder für Windmühlen an – dieses Holz kriegt man einfach nicht kaputt.
Die Hainbuche hat ausserdem einen ziemlich cleveren Trick auf Lager: Sie behält ihre vertrockneten, braunen Blätter oft den ganzen Winter über an den Zweigen und wirft sie erst im nächsten Frühling ab. Dadurch schützt sie ihre eigenen Knospen vor eisigem Wind und Frost. Ganz nebenbei bietet sie damit den Waldvögeln auch im tiefsten Januar noch ein perfektes, blickdichtes Versteck vor dem Wind und vor Raubvögeln. Wenn sich die Früchte im Herbst lösen, wirkt das dreilappige Vorblatt wie ein kleiner Propeller – so segeln die Samen im Wind besonders weit weg vom Mutterbaum.
