Kurzinformation:
Wuchs: Ein echter Riese, der bis zu 40 Meter hoch werden kann.
Rinde: Komplett glatt und silbergrau – erinnert an Elefantenborke.
Blätter: Oval und flach. Wenn sie ganz jung sind, haben sie am Rand einen weichen, flauschigen Haarkranz.
Früchte: Die bekannten Bucheckern (dreikantige Nüsschen), die zu zweit in einer weichstachligen Hülle sitzen.
Blütezeit: April bis Mai.
Lieblingsort: Sehr schattig, auf mässig feuchtem Waldboden.
Schon gewusst?
Die Rotbuche gehört zur Familie der Buchengewächse und wird nicht wegen ihrer Blätter so genannt (die sind im Sommer nämlich sattgrün), sondern weil ihr Holz im Inneren ganz leicht rötlich schimmert. Sie ist die wahre Herrscherin unserer Wälder. Buchen sind extrem egoistisch: Mit ihren riesigen Kronen bauen sie im Sommer ein so dichtes Blätterdach, dass sie den Waldboden fast komplett verdunkeln. Kaum ein anderer Baum schafft es, in diesem tiefen Schatten zu überleben – ausser die eigenen Buchen-Kinder, die mit ganz wenig Licht auskommen.
Wenn die Rotbuche im Frühling blüht, hängen die männlichen Blüten wie kleine, runde Puschel vom Zweig, aus denen die Staubblätter weit herausschauen. Daraus entwickeln sich bis zum Herbst die Bucheckern. Diese dreikantigen Nüsse sind ein riesiges Festmahl für Eichhörnchen, Wildschweine und Vögel, die sich damit ihren Winterspeck anfressen.
